Gegenfrage: Muss man ein Lieblingswort haben?

Was ist dein Lieblingswort?

Ich mag Worte. Ich mag das Zusammenspiel vieler Worte. Ich mag Sätze. Ich mag Sprache. Sie hilft uns, uns auszudrücken. Wir können mit ihr  kommunizieren. Sie hilft uns zum Beispiel Organisatorisches zu klären, Geschehnisse zu berichten und Gefühle zu vermitteln. Mit ihr kann man auch Humor ausdrücken. Das mag ich besonders gern. Ich möchte also zur oben genannten Aufzählung ergänzen: ich mag Wortwitze.

Aber gibt es einzelne Wörter, die ich besonders gern mag? Ich glaube, nein. Ob ich ein Wort mag, hängt eigentlich immer vom Kontext ab. Natürlich gibt es linguistisch oder phonologisch betrachtet schöne Wörter, ja. Und wahrscheinlich hab ich auch schon mal über Worte gedacht „ach cool, das klingt irgendwie toll/witzig“, aber das war dann wohl nicht so eindrücklich, dass es sich bei mir im Gedächtnis verankert hätte.

Ich habe also kein Lieblingswort, sondern mag Worte kontextabhängig mehr oder weniger. Manche dann vielleicht auch ganz besonders gern. So wie es eben auch Worte gibt, die ich gar nicht gern mag. Das ist vermutlich auch konstanter der Fall. Schimpfwörtern kann ich kontextunabhängig nämlich ebenso wenig abgewinnen wie Worten, die schreckliche Geschehnisse beschreiben (z. B. das Wort „Krieg“).

Würde man partout ein Lieblingswort herausfinden wollen, würde man sich dem in der Psychologie mitunter auch von der anderen Seite nähern. Das würde also in dem Kontext bedeuten, dass man analysiert, welche Worte bzw. Charakteristika von Worten ich gar nicht mag, um dann zu schlussfolgern, dass ich entgegengesetzte Charakteristika vielleicht besonders gern mag. Und ja, das ist natürlich auch bei mir der Fall. Schöne Worte, Worte, die Liebes und Gutes ausdrücken, kann man eigentlich nicht nicht mögen, würde ich meinen. Aber nun…Ehe das jetzt anfängt eine linguistische Psychoanalyse zu werden, lassen wir das einfach mal so stehen. Denn das Zusammenspiel der Worte macht es, was die Worte und die Sprache dann schön macht.

Und folgendes Zusammenspiel klingt für mich gerade besonders schön: hab noch einen entspannten Abend und eine geruhsame Nacht!

2 Antworten zu „Gegenfrage: Muss man ein Lieblingswort haben?”.

  1. Allein der Gedanke, ein einziges Wort auszuwählen und es zum Lieblingswort zu erklären und dann ALLE anderen Worte gegen sich aufgebracht zu haben … diese Albträume möchte ich mir gar nicht vorstellen: Verfolgt von Substantiv (in der blauen Latzhose) und dem grün angelaufenen Adjektiv, weil das rote Verb einfach auffallender, aktiver und geschmeidiger erschien?!?! Aaaahhhh 😉

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    1. Und ja, mit Worten lassen sich einfach tolle humorvolle Sätze bilden 🙂 hach, wie ich das liebe!

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