Kochbücher – Inspiration oder Ballast?

Wer kennt es nicht? Man ist in der Buchhandlung und sieht ein tolles Kochbuch. Wow, die Rezepte darin sehen einfach soooo lecker und ansprechend aus, da läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen. (Okay, zugegeben, nach ein paar Stunden in der Stadt ist man auch ein bisschen ausgehungert). Nach kurzem Zögern kauft man das schöne Exemplar also. Aber zuhause angekommen fehlt einfach die Zeit, gezielt die Rezepte aus dem Buch nachzukochen. Der Alltag hat einen im Griff und wenn es schnell gehen muss oder Reste verwertet werden müssen, lässt man sich dann doch eher schnell im Internet inspirieren.
Und so stehen die tollen Kochbücher dann Jahr für Jahr im Regal und warten auf ihren großen Einsatz. Aber der kommt irgendwie nicht. Und sich von ihnen zu trennen ist auch nicht so leicht, denn da sind ja schon sehr coole Rezepte drin. Und irgendwann kommt ja sicher auch wieder eine Zeit, in der man wieder mehr Zeit und Energie fürs Kochen hat – so zumindest die Hoffnung.

Die eigene Kochbuchsammlung – ein Relikt aus alten Zeiten?

Ich habe mittlerweile ein ganzes Regalfach voller Kochbücher. Einige habe ich selbst gekauft, manche geerbt und viele auch geschenkt bekommen. Sie alle sind toll! Und für jedes einzelne gibt es Gründe, es zu behalten. Und doch brauche ich sie eigentlich. Wer weiß, wann die Zeit wiederkommt, in der ich genug Zeit habe, in Ruhe ein Kochbuch durchzustöbern, mir genau zu notieren, welche Zutaten ich für ein Gericht benötige, alles zu besorgen und dann ganz entspannt mit dem Kochbuch daneben zu kochen. Puh…also, so klein wie meine Kinder noch sind, kann ich mir gut vorstellen, dass bis dahin noch zehn Jahre ins Land ziehen. Und sind Kochbücher dann noch aktuell? Schon jetzt tendiere ich dazu, mir Reels zu Rezepten anzuschauen, mich auf Blogs inspirieren zu lassen und Apps wie Chefkoch zu nutzen (wenn ich nicht einfach frei Schnauze koche, was ich ehrlicherweise meistens tue). Und die Nutzung digitaler Medien wird sicher nicht weniger. Realistisch betrachtet sollte ich mich also von dem einen oder anderen Buch trennen und der Marie Kondo in mir freie Hand geben. Oder was meinst du?

Wie ist das bei dir? Kochst du eher nach Buch, frei Schnauze oder nach Rezepten aus dem Internet? Und hast du noch Kochbücher zuhause?

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