Das Leben wertschätzen

Welche tägliche Gewohnheit von dir verbessert deine Lebensqualität?

Ich springe nicht jeden Morgen voller Elan und Freude aus dem Bett. Nein, das ist sicher nicht der Fall, auch wenn ich eigentlich kein Morgenmuffel bin. Da geht es mir wahrscheinlich wie vielen anderen Menschen. Hinzu kommt, dass Schlafmangel im Alltag mit kleinen Kindern und durch das Rheuma bedingte Morgensteifigkeit den Start in den Tag massiv erschweren können. Doch meine Lebensfreude lasse ich mir davon nicht nehmen.

Der soziale Vergleich

In meinem Alltag bin ich umgeben von Menschen, denen es gut geht. Überwiegend sind es AkademikerInnen mit gut bezahlten Jobs. Gesund sind sie auch alle. Und manche haben sogar Eltern, die sich ganz ausgiebig in die Betreuung der Enkelkinder einbringen, was ich sehr beneidenswert finde. Dass es neben diesen Menschen um mich herum auch viele andere Menschen gibt, die all das nicht haben, sehe ich in diesem Moment nicht. Es ist naheliegend, dass ein Vergleich mit anderen insofern eher dazu beitragen kann, dass es einem schlechter geht. Im Laufe der Jahre habe ich für mich lernen dürfen, dass wir immer nur einen Teil aus dem Leben anderer mitbekommen. Daneben geht noch viel hinter den Kulissen ab, was wir gar nicht sehen. So können hinter dem gut bezahlten Job ein furchtbarer Chef und langweilige Aufgaben stehen, oder nicht sichtbare Zahnprobleme erschweren den Alltag. Und auch das Verhältnis zu den Eltern kann, auch wenn sie sich viel einbringen, mitunter schwierig sein, weil diese sich möglicherweise zu viel einmischen. Sich all das bewusst zu machen, wenn wir auf das Leben anderer blicken, kann helfen, die entstehenden Gefühle richtig einzuordnen und negative Gefühle uns Gedanken zu relativieren.

Positive Gedanken

Macht man sich hingegen bewusst, dass unsere Gesellschaft sehr vielfältig ist und in aller Regel jede und jeder mit kleinen oder großen Baustellen im Leben zu kämpfen hat, hilft das manchmal beim Blick auf das eigene Leben.

So geht es mir auch an Morgenden, an denen meine Stimmung nur mäßig ist und mir alles nicht so leicht fällt. Ich führe mir dann vor Augen, dass ich zwar gesundheitliche Probleme habe, aber zum Glück in einem Land lebe, in dem ich eine sehr gute Gesundheitsversorgung habe, was bei meiner Diagnose in einem anderen Land möglicherweise nicht der Fall wäre.

Sei dankbar für das, was du hast!

Ich „vergleiche“ mein Leben dann auch gern mit meinem Leben zu anderen Zeiten, als es mir viel schlechter ging, und sehe dann, wie dankbar ich dafür bin, dass ich heute hier so stehen kann, eine Arbeit habe und eine wunderbare Familie. Die Dankbarkeit für alle meine auch noch so kleinen Fähigkeiten hilft mir jeden Tag wieder aufs Neue, mit einem positiven Blick nach vorne zu schauen und mich über dieses, über mein, Leben zu freuen!

In einer Gesellschaft, in der wir immer nach Optimierung und mehr Wohlstand streben, verliert man manchmal die kleinen Dinge aus den Augen.

Und wenn du das Gefühl hast, deine Lebensqualität könnte sich noch verbessern, dann schau mal mit Achtsamkeit auf alles, was du hast und was eben nicht selbstverständlich ist; angefangen beim Essen auf dem Teller bis hin zu deinen zahlreichen Fähigkeiten!

P.S.: Schon zu Studienzeiten habe ich übrigens gelernt, dass Geld nur bis zu einem gewissen Einkommen glücklicher macht, danach stagniert das Glück. Die Hypothese der ForscherInnen: wenn wir zu viel Geld haben, werden die kleinen Dinge im Leben (z. B. Pralinen) nicht mehr so gewertschätzt, weil wir sie uns immer kaufen könnten. Menschen mit viel Geld können sich zwar viele besondere Dinge gönnen, büßen aber Lebensfreude bei den kleinen Dingen im Leben ein. Also, lasst uns uns über die kleinen Dinge im Leben freuen! 🙂

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