Was war das letzte, wonach du online gesucht hast? Warum hast du danach gesucht?
Ein schönes Zuhause für die eigene Familie – diesen Wunsch haben viele Menschen. Doch immernoch hohe Immobilienpreise und zugleich gestiegene Zinsen lassen die Erfüllung dieses Traumes für viele Familien in weite Ferne rücken.
Der Traum vom kleinen Haus mit Garten – realistisch?
Eigentlich – so denkt man zumindest – sind die Wünsche vieler Menschen doch gar nicht so überzogen. Ein kleines Häuschen, vielleicht so 120-130 qm, soll es sein. Mit einem Stück Garten dabei. Ja, das wäre schön! Aber es soll im Idealfall nicht irgendwo außerhalb der Stadt liegen, sondern in der Nähe von dort, wo man aktuell wohnt. Doch diese Lage ist meist unbezahlbar. Das liegt natürlich auch daran, dass beispielsweise Personen, die in einer Stadt studiert haben und dann dort wohnen bleiben, anfangs sehr zentral wohnen. Zieht man dann mit der Partnerin oder dem Partner zusammen, sucht man sich in aller Regel eine 3-Zimmer-Wohnung, die ebenfalls noch recht zentral liegt. Ohne Kinder ist das auch alles noch gut zu finanzieren. Ist dann das erste Kind da, geht es noch gut zu dritt in dieser Wohnung, doch spätestens ab dem zweiten Kind merkt man, dass man nun dringend mehr Platz bräuchte. Das ältere Kind ist zu dem Zeitpunkt oftmals schon im Kindergarten, man hat sich mit anderen Familien in der Umgebung angefreundet – es ist insofern sehr verständlich, dass man das eigene Quartier oder den engeren Radius darum ungern verlassen möchte. Doch ein Haus in schöner Lage eines angesagten Viertels zu kaufen, ist für kaum eine Familie heute mehr realistisch.
Sind Zwangsversteigerungen eine gute Alternative?
Ab und zu sieht man zwischen den Immobilienanzeigen auf den gängigen Portalen Häuser, die toll aussehen und einen bezahlbaren Preis haben. Mit der Zeit habe ich gelernt, direkt zu erkennen, dass es sich bei den Fotos nur um Musterfotos handelt und der günstige Preis daher rührt, dass es sich um eine Zwangsversteigerung handelt. In diesem Moment überspringe ich, so wie es auch viele andere tun, die Anzeige. Dabei wäre eine solche Immobilie vielleicht die Lösung?! Nachdem ich kürzlich ein Haus in wunderbarer Lage und zu bezahlbarem Preis in der Nähe von unserem Zuhause fand, habe ich den Entschluss gefasst, mich doch mal zum Thema Zwangsversteigerung schlau zu lesen. Ich saß also kürzlich abends sehr lange am Computer und bin dabei zu dem Fazit gekommen, dass eine solche Immobilie unter ganz speziellen Umständen interessant sein kann. Dies ist z. B. der Fall, wenn der Gutachter Zutritt hatte zum Haus und das Gutachten somit fundiert und sehr ausführlich ist. Und wenn jede Menge Fotos vom Innenraum vorliegen, schließlich hat man selber nicht die Möglichkeit, die Immobilie zu besichtigen. Und natürlich: wenn der Preis dann tatsächlich so gering ist, dass man einen finanziellen Puffer für gewisse Unwägbarkeiten hat. Ein gewisses, nicht zu unterschätzendes Risiko bleibt dabei nichtsdestotrotz bestehen. Ist einem die Lage einer Immobilie aber besonders wichtig und hätte man die Möglichkeit, dort zu einem bezahlbaren Preis ein Eigenheim zu erwerben, könnte man auch sicher mit der einen oder anderen Unstimmigkeit umgehen. Für Menschen, die absolute Gewissheit brauchen, ist dies jedoch mit Sicherheit nichts.
Was sind die Alternativen?
Möchte man ein solches Risiko nicht eingehen, bleiben einem bescheidene Möglichkeiten: auf engem Wohnraum wohnen bleiben, weiter suchen nach bezahlbaren Angeboten zur Miete oder zum Kauf oder eben Richtung Stadtrand oder ganz raus aus der Stadt ziehen. Bis dahin kann man sich zumindest damit trösten, dass es vielen anderen jungen Familien genauso geht. Und mir hilft auch immer der Gedanke und das Wissen, dass das, was wir hier an Platz haben, in anderen Ländern überhaupt nicht normal ist. In Ländern wie Indien beispielsweise, gibt es das Konzept eines Kinderzimmers wie wir es hier im deutschen Raum kennen, gar nicht. Der Gedanke, dass jedes Kind sein eigenes Zimmer haben soll, ist in der heutigen Zeit einfach für viele Familien in Städten nicht mehr realistisch und finanzierbar. Ich glaube, in unseren Köpfen muss insofern ein Umdenken stattfinden. Wir müssen im Alltag mit Kindern Konzepte und Lösungen finden, dass auch bei begrenztem Raum jede und jeder die Möglichkeit zum Rückzug hat. Und gleichzeitig können wir das Zusammenrücken als Stärke sehen: auf engem Raum gut miteinander auszukommen erfordert Toleranz, gegenseitigen Respekt und viel Verständnis – diese Fähigkeiten werden uns und unsere Kinder ein Leben lang bereichern.
Ach so…und was vielleicht auch noch hilft: entrümpeln! Wir haben fast alle heutzutage zu viel Kram. Doch sich davon zu trennen ist oftmals nicht leicht. Das ist aber ein anderes Thema, an dem ich selber auch noch viel an mir und uns arbeite und bei dem ich dich gern an anderer Stelle mitnehme…
Jetzt erzähl doch gern erstmal, wie die Wohnsituation bei dir ist. Haus oder Wohnung? Stadt oder Land? Und hast du schon mal von jemanden erfahren, der über eine Zwangsversteigerung etwas erworben hat? Ich freue mich auf deine Kommentare!
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